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Treiben wir es auf die Spitze

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mitStil.net_das Online Lifestylemagazin_Leben_Every Wednesday_Spitze_Moodboard Weder transparent noch undurchsichtig, sondern etwas dazwischen – Spitze ist ein geheimnisvolles Material und die Zeiten wo Spitze nur Tischdecken, Hochzeitskleider oder Unterwäsche zieren durfte, ist längst Vergangenheit.

Aber woher kommt die Spitze und wie lange gibt es sie schon?

Die Geschichte der Spitze begann bereits im 15. Jahrhundert in Norditalien. Dort wurden die ersten Nadelspitzen, sogenannte “Reticella” gefertigt. Über Mailand und Venedig verbreitete sich die Spitze dann nach ganz Europa. Spitzen wurden damals eigentlich nur an Ärmelmanschetten angesetzt oder dienten als Kragen für Männer und Frauen. Die Herstellung war enorm (zeit-) aufwändig und extrem teuer, sodass sie sich nur wirklich reiche Leute leisten konnten. Die damals verwendeten Fäden waren oft weitaus feiner als alles, was man heute an Garn kaufen kann. Betrachtet man heute Spitze aus dem 17. oder 18. Jahrhundert, erscheint es unmöglich, dass irgendjemand diese feinen Kunstwerke ohne Lupe hat erschaffen können. Dafür  waren  eine sehr ruhige Hand, gute Augen und viel Licht nötig. Die Arbeit konnte also nur tagsüber ausgeführt werden. Eine geübte Stickerin brauchte für einen halben Meter mehrere Monate. Um 1700/1710 löste die Klöppeltechnik die Nadelspitze weitgehend ab, da diese schneller und somit billiger anzufertigen war. Ab dem 20. Jahrhundert konnte Spitze auch maschinell hergestellt werden, daher waren handgefertigte Spitzen immer seltener zu kaufen. Die Klöppelei wird heute nur noch regional von Vereinen und Schulen am Leben erhalten, während die Nadelspitzen-Technik als ausgestorben gilt.

Derzeit hält das edle Material wiedermal Einzug in unseren Alltag, ist an vielen Kleidungsstücken zu finden und ziert Kleider, Röcke, Blazer, Blusen, ja sogar Accessoires wie Tücher, Taschen und Schuhe. Egal ob als Applikationen auf Baumwoll- oder sogar Woll-Stoffen, als Einsätzen und Bordüren an (tiefen) Ausschnitten oder als Hauptstoff – Spitze kleidet feminin und trendy. Während schwarze Spitze eher etwas für den Abend und den glamouröseren Auftritt ist – bestes Beispiel war Cate Blanchett bei den diesjährigen Golden Globes –  zeigt sich der It-Stoff am Tag in verspielten Varianten in Weiß, Grautönen sowie Taupe und leuchtendem Royalblau. Dabei hat sich der vielseitig einsetzbare Stoff zu einem regelrechten Renner und Trendsetter entwickelt und rangiert bei Umfragen unter Fashionistas derzeit unangefochten auf Platz 1. Das Schöne an Spitze ist auch, dass sie jeder Frau und jeder Figur steht. Als Material wirkt Spitze zwar dekorativ und üppig, trägt aber nicht auf und wirkt sogar Figur formend.

Auch vor unserem trauten Heim macht Spitze nicht halt. Wir sehen momentan zahlreiche Wohnaccessoires, die mit Spitze verziert sind – Blumentöpfe, Lampenschirme, Bilderrahmen, Geschirr – egal ob echt textil, gedruckt oder geprägt. Der Spitzen-Look ist eine erfreuliche Abwechslung zum Minimalismus, lässt die Welt freundlicher erscheinen, gemütlich und heimelig. Zara Home ist bekannt für tolle Wohnaccessoires und romantische Ideen. Hier kann man z.B. ein süßes Kissen mit Umrandung aus Spitze erstehen. Oder der weiße Übertopf mit Spitzenrand von ikea – den kennt bestimmt mittlerweile jeder.

Wer gerne selbst Hand anlegen möchte, dem sei diese Seite ans Herz gelegt, hier gibt es einige schöne DIY Ideen wie sich Spitze in dein Zuhause integrieren lässt.

Bildercredits:

www.weddingchicks.com,  www.laurenconrad.com,  www.coxandcox.co.uk,  www.beautifulcakepictures.com,  www.living.msn.com,  www.etsy.com,  www.etsy.com,  www.cichic.com,  www.thisisglamorous.com,  www.etsy.com

Beitragsbild via www.jenneliserose.blogspot.co.at

Stephanie

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